BWV 507 - Wo ist mein Schäflein, das ich liebe

– Jan Sebastian Bach

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BWV 507

Wo ist mein Schäflein, das ich liebe

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1.

Wo ist mein Schäflein, das ich liebe,
das sich so weit von mir verirrt
und selbst aus eigner Schuld verwirrt,
darum ich mich so sehr betrübe.
Wisst ihrs, ihr Auen und ihr Hecken?
So sagt mirs, euren Schöpfer, an,
ich will sehn, ob ich's kann erwecken
und retten von der Irrebahn.

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2.

Ach! Schäflein, finde dich doch wieder
zu dem, der dich so herzlich liebt
und nie was Böses hat verübt
an dir, der sich gelassen nieder
um dich zu suchen und zu fassen
auf seine Achsel sanftiglich,
der nimmermehr dich kann verlassen,
denn meine Lieb währt ewiglich.

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3.

Ich kann dich ja nicht länger wissen
in solcher Abgeschiedenheit,
du läufst itzt hin und her zerstreut
und musst die große Freude missen,
so andre Schäflein bei mir finden,
die nur in meinem Schoße ruhn,
da sind sie sicher für den Winden,
die ihnen Schaden können tun.

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4.

Du findest eher keinen Frieden,
bis du dich hast in mir versenkt
und dein Herz ganz zu mir gelenkt.
Ich bin's alleine, der den Müden
kann Leben, Kraft, Erquickung geben.
So komme doch nur bald herzu.
Ach! schone doch dein armes Leben
und schaffe deiner Seelen Ruh.

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5.

Willst du, o armes Lamm, nicht hören,
läufst immer weiter weg von mir,
ruf ich doch sehnlich für und für,
ob du noch wolltest wiederkehren
zu deinem Ursprung, deiner Quelle,
aus welcher du geflossen bist,
die ja so lieblich und so helle
von Ewigkeit gewesen ist.

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6.

Kann dich mein Rufen nicht erweichen,
das in der Wüsten laut erschallt
und in den Klüften widerhallt,
so bist du wohl recht zu vergleichen
den harten Felsen und den Steinen,
die doch mein Wort zerschmeißen kann
Ach! ich muss für Erbarmen weinen,
dass du mich nicht willt hören an.

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7.

Wes ist die Stimme, die ich höre
in dieser wilden Wüstenei?
Es scheint, als obs ein Hirte sei,
er rufet immer: Wiederkehre!
Sollt er mich auch wohl etwa meinen?
Ich sehe wohl, dass ich verirrt.
Nun bin ich krank auf meinen Beinen,
ach! hätt ich mich nicht so verirrt!

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8.

Ich will dir keine Ruhe lassen,
ich will dich rufen, bis du hörst
und dich von Herzen zu mir kehrst.
Ach! wie will ich dich doch umfassen
und an mein Herz ganz sanfte drücken,
in Liebesseilen sollt du gehn,
denn wird kein Feind dich mehr berücken,
in meinem Schutze sollt du stehn.

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9.

Ach treuer Hirt! ich komm gelaufen,
so gut ich kann, auf dein Geschrei,
du musst mich aber machen frei
und selber bringen zu dem Haufen
der andern Schäflein, die dich kennen,
die dich nur ihre Augenlust
und allerliebsten Hirten nennen
Nun drück mich fest an deine Brust.

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Komentarze

Komentarz Walter F. Bischof

Besetzung: Continuo
Entstehungszeit: 1736
Text: Julia Patientia von Schultt 1701
Bemerkungen: Schemelli Gesangbuch Nr. 108, NBA Nr. 6

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