BWV 464 - Ich bin ja, Herr, in deiner Macht

– Jan Sebastian Bach

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BWV 464

Ich bin ja, Herr, in deiner Macht

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1.

Ich bin ja, Herr, in deiner Macht,
du hast mich an das Licht gebracht,
du unterhältst mir auch das Leben;
du kennest meiner Monden Zahl,
weißt, wann ich diesem Jammertal
auch wieder gute Nacht muss geben;
wo, wie und wenn ich sterben soll,
das weißt du, Vater, mehr als wohl.Göttliche Antwort
So recht, mein Kind, ergib dich mir,
das Leben gab ich anfangs dir,
bis hieher hab ichs auch erhalten,
ich bins, der dir den Odem gibt,
und wenn es mir einmal beliebt
wird auch dein siecher Leib erkalten;
doch wenn du sollt sein ausgespannt,
das steht bei mir in meiner Hand.

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2.

Wen hab ich nun als dich allein,
der mir in meiner letzten Pein
mit Trost und Rat weiß beizuspringen?
Wer nimmt sich meiner Seelen an,
wenn nun mein Leben nichts mehr kann
und ich muss mit dem Tode ringen;
wenn aller Sinnen Kraft gebricht,
tust du es, Gott, mein Heiland nicht?Göttliche Antwort
Ja, ich bins, der dich retten kann
und nehm den letzten Seufzer an,
den die gepresste Brust lässt fliegen,
wenn aller Sinnen Kraft gebricht,
so fehlts an meiner Hülfe nicht.
Ich, Jehova, ich helf dir siegen;
ich komme meinen Worten nach,
insonderheit beim letzten Ach!

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3.

Mich dünkt, da lieg ich schon für mir
in großer Hitz, ohn Kraft und Zier,
mit höchster Herzensangst befallen,
Gehör und Reden nehmen ab,
die Augen werden mir ein Grab;
doch kränkt die Sünde mich für allen,
des Satans Anklag hat nicht Ruh
setzt mir auch mit Versuchung zu.Göttliche Antwort
Getrost mein Kind, und leide dich
setz deine Hoffnung fest auf mich
dies alles wird uns doch nicht trennen
Nimmt schon die Kraft von außen ab
und siehst du nichts als Tod und Grab,
dein Geist wird doch nicht sterben können?
Was ficht dich Sünd und Satan an?
Ich bins, der dich erretten kann.

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4.

Ich höre der Posaunen Ton
und sehe den Gerichtstag schon,
der mir auch wird ein Urteil fällen.
Hier weiset mein Gewissensbuch,
da aber des Gesetzes Fluch
mich Sündenkind hinab zur Höllen,
da, wo man ewig, ewig Leid,
Mord, Jammer, Angst und Zeter schreit.Göttliche Antwort
Hörst du gleich der Posaunen Ton
und siehest den Gerichtstag schon,
getrost, lass dichs doch nicht erschrecken,
hier wird mein Leiden und Geduld
und die erworbne Vatershuld
dich mit der Sündenschuld bedecken.
Ich hab der Höllen Macht geschwächt,
im Himmel ist dein Bürgerrecht.

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5.

Kein Geld noch Gut errettet mich
umsonst erbeut ein Bruder sich,
den andern hier erst loszumachen,
er muss es ewig lassen stehn;
wir werden ewig nicht entgehn,
kriegt einmal uns der Höllenrachen.
Wer hilft mir sonst in dieser Not,
wo du nicht, Gott, du Todes Tod?Göttliche Antwort
Ja, ja, ich Gott, des Todes Tod,
ich helfe dir aus dieser Not,
wenn alle Hülfe sonst verschwunden,
denn freilich hilft kein Geld noch Gut,
ja durch vergossnes Bruderblut
wird keine Rettung nicht gefunden.
Nur wer mich ruft im Glauben an,
da hat die Höll kein Macht daran.

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6.

Der Teufel hat nicht Macht an mir,
ich habe bloß gesündigt dir,
dir, der du Missetat vergiebest.
Was maßt sich Satan dessen an,
der kein Gesetz mir geben kann,
nichts hat an dem, was du, Herr liebest?
Er nehme das, was sein ist, hin,
ich weiß, dass ich des Herren bin.Göttliche Antwort
Gar recht, an dem, was mir vertraut
und nur auf mich in Glauben schaut,
kann Satan keinen Anteil suchen.
Ich bin's, der Missetat vergibt,
dem, der da mich von Herzen liebt
und alle Sünde will verfluchen.
Ich löse den Gesetzesbann
und nehme mich der Meinen an.

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7.

Herr Jesu, ich, dein teures Gut,
bezeug es selbst mit deinem Blut,
dass ich der Sünden nicht gehöre.
Was schont denn Satan meiner nicht
und schreckt mich durch das Zorngericht?
Komm, rette deine Leidensehre,
was giebest du mich fremder Hand
und hast so viel an mich gewandt.Göttliche Antwort
Getrost, mein Kind, mein teures Blut
kömmt dir im Glauben auch zugut,
wenn du von Herzen mein begehrest
Ach! fürchte dich für'm Satan nicht
ihn selber drückt das Zorngericht,
darunter du nicht mehr gehörest.
Er bleibt von mir verflucht, verbannt,
du bleibst in meiner Gnadenhand.

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8.

Nein, nein, ich weiß gewiss, mein Heil,
du lässest mich, dein wahres Teil,
zu tief in deinen Wunden sitzen!
Hier lach ich aller Macht und Not;
es mag Gesetz, Höll oder Tod
auf mich her donnern oder blitzen.
Dieweil ich lebte, war ich dein,
itzt kann ich keines Fremden sein.Göttliche Antwort
Wohlan, suchst du in mir dein Heil,
so sollst du, als mein wahres Teil,
in meinem Schoße ruhig sitzen,
hier lache aller Angst und Not,
es mag Gesetz, Höll oder Tod
auf dich her donnern oder blitzen
erbleibst du nur im Leben mein,
im Tod wirst du keins Fremden sein.

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Komentarze

Komentarz Walter F. Bischof

Besetzung: Continuo
Entstehungszeit: 1736
Text: Simon Dach 1648
Bemerkungen: Schemelli Gesangbuch Nr. 861, NBA Nr. 58, Melodie Heinrich Albert 1648

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